And the winner is …

… Sylvia Hoffmann! Für ihr herausragendes ehrenamtliches Engagement im Kindertreff und bei der Lerninsel Bergedorf hat Sylvia Hoffmann im Juni den Heinz-Günther-Vogel-Jugendpreis gewonnen. Wir freuen uns mit ihr und gratulieren von Herzen, denn Sylvia bereichert den Kindertreff seit so vielen Jahren. Im Alter von sechs Jahren kam sie zum ersten Mal zum Kindertreff und ist seitdem kontinuierlich dabei, zunächst als Teilnehmerin und später dann als Mitarbeiterin. Als wir im Herbst 2016 die „Lerninsel“ starteten, bekam Sylvia mit, dass ein Mädchen keinen Platz fand, weil es nicht genügend freiwillige Mentoren gab und so begann sie sich in ihrer Freizeit um die Hausaufgabenbetreuung für dieses Mädchen zu kümmern. Mittlerweile ist sie im dritten Jahr mit großem Engagement Mitarbeiterin der „Lerninsel“ und wird als Mentorin von drei Kindern sowohl einem Teenager gerecht als auch einem Zweitklässler, was nicht jedem Mitarbeitenden gelingt! Ihr Herz für die Kinder in ihrer Umgebung beeindruckt uns immer wieder – so nimmt sie Kinder aus der Nachbarschaft mit zum Sport oder zu einem Sommerfest an ihrem Gymnasium oder bietet mal eben noch an einem Samstag Workshop zum Haare flechten an, weil die Kinder sich das so wünschen.

In der HAW Hamburg wurde ihr nun für dieses besondere Engagement der Heinz-Günther-Vogel Jugendpreis verliehen. Im Rahmen einer festlichen Veranstaltung zum 40-jährigen Jubiläum der Karl H. Ditze Stiftung, bei der auch die zweite Bürgermeisterin Katharina Fegebank anwesend war, bekam sie den mit 5000 Euro dotierten Jugendpreis verliehen.

HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH, SYLVIA!

Auf dem Foto (Markus Scholz) v.l.n.r: Rüdiger Schramm, Vorsitzender des Vorstands der Karl H. Ditze Stiftung, Katharina Fegebank, Zweite Bürgermeisterin, Sylvia Hoffmann, die strahlende Preisträgerin und Prof. Dr.-Ing. Rolf Dalheimer, Ehrenmitglied und Vorstand der K. H. Ditze Stiftung, der die Laudatio gehalten hat.

Der Malraum präsentiert sich in der Hamburger Meile

Am 2.6. öffnet die Hamburger Meile ihre Türen für einen verkaufsoffenen Sonntag, bei dem es im Begleitprogramm um kulturellen Austausch und Integration gehen wird. Wir sind vor Ort mit einer tollen Ausstellung mit Malraumbildern, einer Station zum Zeichnen für Kinder und unserem Stadtinsel-Stand. Wenn ihr mehr erfahren wollt über dieses besondere Projekt und vor allem sehen wollt, was die Kinder in unseren beiden Malräumen jede Woche kreieren, ist das die Gelegenheit. Die Initiatorin des Malraums wird ebenso dabei sein wie die Mutter eines Malraumkindes, die ihre Erfahrungen im Syrienkrieg auch in Bildern verarbeitet hat. Wir als Team der Stadtinsel sind natürlich auch dort und würden uns sehr freuen, wenn ihr Zeit und Lust habt bei uns vorbeizuschauen.

Wann: Sonntag, 2.6. von 13:00 bis 18:00 Uhr

Wo: Einkaufszentrum Hamburger Meile, OG vor Marc O’Polo

„Blau ist meine Lieblingsfarbe“

Mit der Frage nach der Lieblingsfarbe oder dem Lieblingsessen gelingt es meist besonders leicht alle Kinder in ein Gespräch einzubeziehen, denn diese Frage beantworten die Kinder mit großer Begeisterung. Das Schöne daran ist, dass wir etwas über die Vorlieben der Kinder erfahren. Manchmal müssen wir aber gar nicht fragen. Beim Eierfärben in unserem Kindertreff in der Heinrich-Hertz Straße strahlte uns ein 6-jähriger Junge an und sagte: „Blau ist meine erste Lieblingsfarbe und mein Osterei wird blau.“ Beim Färben erzählten uns die Kinder dann, wie lecker sie ihre selbst gefärbten Ostereier im letzten Jahr fanden. Das freut uns besonders, denn es zeigt, wie lange sich die Kinder an schöne gemeinsame Erlebnisse erinnern. Voller Stolz packten alle ihre selbst gefärbten Eier am Ende des Kindertreffs ein und kaum aus der Tür wurden die Eier schon gepellt und gegessen!

Wir wünschen euch schöne Ostertage, die ihr hoffentlich an einem eurer Lieblingsorte verbringt!


Abstimmen für die Lerninsel!

Das evangelische Monatsmagazin „chrismon“ sucht kreative Projekte von Kirchengemeinden! Wir sind dabei mit unserer Lerninsel und nehmen an der Online-Abstimmung teil. Für die spannendsten Projekte winken Fördergelder über 25.000 Euro – eine super Gelegenheit also für unsere Lerninseln. Dafür brauchen wir allerdings eure Hilfe. Ihr könnt gleich unter diesem Link bis zum 4. April für die Stadtinsel abstimmen – jede Stimme zählt. Vielen Dank für eure Unterstützung!

https://chrismongemeinde.evangelisch.de/profile/stadtinsel-e-v-elim-kirche-hamburg/

Bei der Lerninsel handelt es sich um ein Projekt, durch das Kinder aus sozial benachteiligten Stadtteilen und Unterkünften für geflüchtete Menschen bei schulischen Anforderungen unterstützt werden. Oftmals erhalten sie wenig bis keine Hilfe durch das Elternhaus und sind überfordert und allein gelassen. Hier wollen wir sie unterstützen und ein Ansprechpartner sein. Die fachlichen Inhalte sind nur ein Teil der Arbeit. Es geht in erster Linie auch darum, den Kindern Angst zu nehmen und Erfolgserlebnisse zu schaffen. Die Beziehungsarbeit stellt dabei eine wesentliche Grundlage unserer Arbeit dar.
Die Lerninsel läuft immer für ein Schuljahr. In dieser Zeit betreut ein Mitarbeiter denselben Schüler verlässlich eine Stunde pro Woche. Dadurch kann ihm besonders individuell geholfen werden.

Ein großes Dankeschön an IKEA

Vor Kurzem waren wir bei IKEA in Schnelsen, wo wir eine sehr großzügige Spende der IKEA Stiftung überreicht bekamen. Es war ein toller Vormittag  und wir konnten mehr darüber erfahren, welche Projekte IKEA fördert. Aber vor  allem war es eine super Gelegenheit uns dafür zu bedanken, dass sie unser Anliegen teilen, Kinder und Jugendliche zu begleiten und sie dabei zu unterstützen, Hoffnung und Perspektiven für ihr Leben zu entwickeln. Es gibt ja immer eine Wunschliste, was wir gerne verändern möchten, um die Kindertreffs noch schöner zu gestalten oder Ausflüge zu planen, die sich die Kinder schon lange mal gewünscht haben und nun können wir es angehen!

Vielen herzlichen Dank dafür!

Ein Highlight im Sommer – Ausflug ins rabatzz mit dem Kindertreff Steilshoop

Ein echter Höhepunkt für den Kindertreff Steilshoop war der Ausflug ins rabbatzz! Im Sommer konnten sich alle Kinder aus Steilshoop stundenlang auf dem großen Indoorspielplatz austoben. Möglich gemacht haben das die Anwälte der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruchkhaus Deringer, die drei unserer Kindertreffs tolle Ausflüge gespendet haben. Herzlichen Dank dafür!

300 mal Wertschätzung zu Weihnachten – Spendenaktion auf betterplace

Nicht für alle Kinder in Hamburg ist ein Weihnachtsgeschenk selbstverständlich. Doch für die Kinder und Jugendlichen in unseren Stadtinsel-Treffs ist das unser großer Wunsch zu Weihnachten. Wir möchten, dass alle 300 Kinder und Jugendlichen ganz persönlich Wertschätzung erfahren und merken, dass jemand an sie gedacht hat, wenn sie ein Weihnachtsgeschenk von uns überreicht bekommen. Wenn ihr diesen Wunsch mit uns teilt, freuen wir uns sehr über eure Unterstützung unter dem folgenden Link: betterplace.org/p66533 . Zu gerne möchten wir mit eurer Hilfe die Kinder in den verschiedenen Hamburger Stadtinseltreffs beschenken!

Neuer Kindertreff in Steilshoop

Rückblick: Girlsday & Boysday 2017- “Du kannst etwas werden!”

Der „Girls- und Boysday“ ist ein Tag an Hamburger Schulen an dem Jungen und Mädchen in Berufe, die vorrangig vom anderen Geschlecht ausgeübt werden, hinein schnuppern dürfen. Normalerweise gehen Töchter an diesem Tag mit ihren Vätern oder einem Onkel zur Arbeit. Oder sie machen Gebrauch von den sozialen und beruflichen Netzwerken ihrer Eltern. Bei den Kindern die die Lerninsel besuchen ist so ein Netzwerk jedoch fast nie vorhanden. Ihnen geht es nicht darum einen Beruf des anderen Geschlechts zu erlernen oder eine Karriere zu machen. Für sie ist es schon eine riesige Herausforderung sich vorzustellen überhaupt einmal berufstätig zu sein. Denn in vielen Fällen, kennen die Kinder keine Vorbilder die einen Beruf ausüben. Häufig können die Eltern nicht einmal lesen, ganz zu schweigen von einer Berufsausbildung.

Viele Kinder in unseren Projekten nehmen diesen Tag gar nicht wahr, weil sie keine Idee haben wo sie überhaupt anfangen sollten zu suchen. Deshalb ist es den Leitern der Lerninsel ein besonderes Anliegen, die Netzwerke der Stadtinsel zu nutzen um so vielen Kinder wie möglich einen Tag im Berufsleben zu ermöglichen.

Dieses Jahr konnten wir acht Kinder vermitteln. Sie arbeiteten einen Tag beim Fernsehen, in internationalen Hilfsprojekten, Modeunternehmen in der Spedition und bei der Polizei. Für uns als Stadtinsel ist das ein großer Erfolg, denn aus solchen „Tagesausflügen in die Berufswelt“ können eventuell einmal Praktika und Ausbildungsplätze entstehen. Und ein „richtiger“ Ausbildungsplatz hat das Potential eine ganze Biografie zu verändern.

Eine ermutigende Geschichte erlebten wir in diesem Zusammenhang vor einiger Zeit, als wir einem Mädchen einen Schulpraktikumsplatz vermitteln konnten. Das Mädchen erzählte, sie habe bereits ein Praktikum in einem Bekleidungsladen gemacht und dort „nur herum gestanden“. Im nächsten Jahr konnte das Mädchen, mit Hilfe ihrer Lerninsel-Leiterin ein Praktikum beim Zahnarzt machen. Die Zahnarzthelferin berichtete, die Praktikantin brauchte ein paar Tage um sich einzuleben, aber sei auf große Zufriedenheit im Team gestoßen. Das Mädchen selbst erzählte hinterher, dieses Praktikum sein „soooo cool“ gewesen und sie wolle nun auf jeden Fall Zahnarzthelferin werden!
Zwei Jahre später wollte die Zahnärztin, bei er sich das Praktikum absolviert hatte, ihr von sich aus einen Ausbildungsplatz anbieten. Doch als die Leiterin der Stadtinsel das Mädchen, das mittlerweile nicht mehr die Lerninsel besuchte, anrief sagte diese: „Ich mache schon woanders eine Ausbildung zur Zahnarzthelferin!“

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Es ist einfach großartig zu sehen, dass Kinder mit Hilfe der Stadtinselmitarbeiter Hoffnung und Vision für ihre Zukunft entwickeln und tatsächlich Schritte in diese Richtung gehen! Sie können die Arbeit der Stadtinsel unterstützen indem Sie uns eine Spende senden oder sich für den nächsten Girls- und Boysday am 26. April 2018 als Praktikumsort anmelden. Sprechen Sie einfach mit ihrem Vorgesetzten und schreiben dann eine Email an skeshtkaran@stadtinsel-hamburg.de. Weitere Informationen finden Sie unter auf der Website vom Girls- und Boysday.

„Du kennst meinen Namen!“

Immer wieder werden wir in unserer Arbeit mit der aktuellen Flüchtlingssituation konfrontiert. Zuletzt trafen wir in einem neuen Kindertreff zwei Kinder, die wir bereits aus einer anderen Unterkunft kannten. Nach wir vor leben sie nun seit ungefähr zwei Jahren in unterschiedlichen Flüchtlingsunterkünften. Was das für eine Familie bedeutet, kann man sich nur vorstellen.

Umso mehr bedeutet es den Kindern, wenn ihnen Freude, Zeit und Aufmerksamkeit geschenkt wird. So auch Roshanak*. Sie war eins der Kinder, das auf unsere Mitarbeiter zu lief und rief: „Ich kenn dich! Du warst auch in der Schnackenburgsallee!“. „Ja“ antwortete die Mitarbeiterin „du bist doch Roshanak!“. Roshanak* huschte ein breites Stahlen übers Gesicht: „Du kennst meinen Namen!“ Bei all den Kindern, hatte die Mitarbeiterin sich ihren Namen gemerkt!

Während der Spiele wurde Roshanak häufiger beim Namen genannt und ermahnt sich an die Regel zu halten, sich hinzusetzten oder zuzuhören. Aber es schien sich überhaupt nicht zu stören, dass man ihr Verhalten kritisierte. Viel mehr wirkte es so, als wäre sie jedes Mal wenn ihr Name fiel ein kleines bisschen glücklich. Überrascht blitzten dann ihre Augen und ein kleines Strahlen lächelte sie in sich hinein. Roshanak merkte an diesem Tag, dass sie nicht nur eins von viele Kindern war, ein kleiner Baustein im großen und undurchsichtig Flüchtlingssystem. Nein, sie war Roshanak. Ein Mädchen, das gekannt wurde. Sie war wichtig und einzigartig.

Manchmal ist es schwierig für die Mitarbeiter, sich die Namen zu merken und in der großen Gruppe auch jedes einzelne Kind zu sehen. Aber gerade auch diesen „kleine Mehraufwand“ – manche würden es eine Extrameile nennen – gewinnt die Arbeit an so viel mehr Qualität. Denn wenn wir die Kinder kennen, ihre Namen ihre Eigenheiten, Vorlieben und Charakterzüge, lassen wir sie spüren, dass sie nicht einfach irgendwie mit der Flüchtlingswelle nach Hamburg gespült worden sind. winnie wo sie keiner kennt und niemand kümmert. Nein, sie sollen wissen, dass sie einzigartig, wertvoll und wichtig sind. Wir wollen ihnen so gut wir kenne zeigen, dass wir uns um sie kümmern, dass ihre Situation uns bewegt und wir sie gerne kennen.

Vielen Dank ihr lieben Mitarbeiter, die ihr das Woche für Woche möglich macht! Vielen Dank für jede einzelne Extrameile!

*die Namen der Kinder werden in unseren Beiträgen grundsätzlich zu ihrem Schutz geändert.